Geschichte

1886 – 1899: Erste Schritte

Die Gründung des ASV, das erste gemeinsame Schützenfest der Bruderschaften in Willich.

Carl Grootens vom Vorstand der Bürger – Junggesellen – Schützenbruderschaft, initiiert 1886 ein Treffen der Vorstände der drei Bruderschaften. Man einigt sich, ein „Allgemeines Schützenfest“ zu veranstalten, ein zehnköpfiges Komitee erledigt die Vorbereitungen. Man will die Eigenständigkeit der drei Korporationen erhalten, aber schließlich bleibt nur die St. Sebastianus-Bruderschaft (bis heute) selbstständig.

Josef Vogt ist der erste Schützenkönig des ASV. Am 22. August 1886 beginnt das erste gemeinsame Schützenfest, gefeiert wird an der Hover Kull, Präsident ist Josef Bützen, Platzmajor Johann Zellers. War zuvor das fehlende Geld ausschlaggebend für den Zusammenschluss, zeigt sich nach der Abrechnung die Weitsicht der Gründer: Stolze 127 Mark blieben als Gewinn in der Kasse. 1887 wird Christian Ellemann König, Josef Grootens folgt 1888. Neuer Präsident ist Max Zillessen, zum ersten Mal marschieren eine Militärkapelle und ein Bataillons-Tambourkorps aus Düsseldorf durch die Straßen.

1890 wird Ludwig van Essen König und regiert über ein Heer von 250 Schützen in 17 Zügen, zwei Musikkapellen marschieren mit. 1892 wechselt Carl Grootens in die Position des ASV-Präsidenten, die Zeitung berichtet über einen Zuschauerrekord. Christian Ellemann wird erneut König. Ein Jahr später fährt erstmals ein Sonderzug von Krefeld zum Willicher Schützenfest. 1896 das erste Feuerwerk, 20 Züge marschieren mit. 600 Fahrkarten werden für den Sonderzug zum Schützenfest im Jahr 1898 verkauft, rund 500 Schützen marschieren 1900 mit. Kaplan Düren schießt den Vogel von der Stange, darf aber wegen seines Amtes nicht König werden. Josef Schmitz übernimmt daraufhin das weltliche Amt des Schützenkönigs.

1900

Das erste Schützenzelt, das 25. Schützenfest, zum ersten Mal auf dem Festplatz.

Deutlich enger bebaut: Der Marktplatz in Willich im Jahr 1908. Wer sich orientieren möchte: Links die Häuserzeile, die St. Katharina verdeckt. Die rechte Häuserzeile beinhaltet heute vor allem Geschäfte. Das Tor im hinteren Fototeil etwas links von der Straße existiert noch heute. Verdeckt ist es lediglich durch eine vorgezogene Toreinfahrt, die überbaut wurde.
Immer noch im Jahr 1900: Zum Boxeraufstand in China und dem Eingreifen deutscher Truppen erhält Kaiser Wilhelm II. ein Telegramm aus Willich: „Circa 500 Willicher Schützen stehen hinter seiner Majestät Wilhelm II. und wünschen ihm viel Kriegsglück“.

1905 – 1922

1905 spendet der ASV 100 Mark für die neue Kirchenorgel der 1902 eingeweihten Pfarrkirche. Kein Problem bei einem Kassenbestand von 1200,43 Mark. Wieder gibt es einen Sonderzug zwischen Krefeld und Willich, außerdem verkehrt eine Droschkenlinie zwischen Willich und Schiefbahn. 1908 werden 1.100 Karten für den Sonderzug verkauft, die planmäßigen Züge sind zudem überfüllt. Ein Jahr später wird erstmals ein Zelt aufgebaut – auf dem Gründstück Hover Kull, eine Kirmes kommt dazu. Zum ersten Mal wird jetzt auch am Montag gefeiert.

Kaum zu glauben: Der „Jägerzug Fröhlichkeit“. 1924 nahm man die Fotografie noch als eine ernste und seriös zu wirkende Sache. Schön zu sehen die Taschentücher, die unter die aufgestützten Knie gelegt wurden, damit die Hose nicht einen Flecken abbekommt.
Das 25. Schützenfest 1910 wird mit Böllerschüssen und Fanfarenklängen eröffnet. 14 Grenadier-, 15 Jägerzüge und zwei Ehrengarden, dazu 108 Musiker prozessieren durch die Stadt. 1914 wird noch gefeiert, der Krieg erzwingt eine Pause bis 1922. Ein Jahr später sind es Inflation und Arbeitslosigkeit, die ein Schützenfest nicht zulassen.

1922 – 1935

1929 präsentierten sich die Generalitäten dem Fotografen.
1926 wird Carl Grootens für 50 Jahre Mitgliedschaft im ASV geehrt. Auf dem heutigen Schützenplatz steht 1927 ein 126qm großes Festzelt. 1931 wird wieder pausiert, und erst 1933 gibt es wieder ein Schützenfest. Das bis dahin größte in der Geschichte des ASV. 1935 wirbt der Rundfunk für das 50. Schützenfest, die Hannen Brauerei bringt ein Jubiläumsbier heraus, es gibt ein Festbuch. Fünf Kapellen sorgen für Marschmusik. Josef Hausmann wird zum zweiten Mal Schützenkönig.

1936

Ein erschreckender Tribünen-Unfall, der zweite Weltkrieg, ein erstes Sommerfest.

1936: König Josef Schmitz mit Gefolge auf der Tribüne. Josef Vogt, der erste ASV-König, in der ersten Reihe mit Blumenkranz um den Zylinder. Ein Abgeordneter der SA zeigt, dass die Nazi-Herrschaft natürlich auch vor Willich nicht Halt machte.
1936: sind es nur 7 Grenadier- und 15 Jägerzüge, die allgemeine Wehrpflicht reduziert die Zahl der Teilnehmer. 1937 geschieht etwas Unfassbares: Die Tribüne stürzt ein, es gibt 46 Verletzte, Gottlob kommt dabei niemand ums Leben. Max Windhausen ist Schützenkönig. Carl Grootens stirbt 1938, mitten in der schwersten Zeit für den ASV. Der Deutsche Schützenbund will den ASV eingliedern. Man benennt den ASV flugs in Heimatverein um.

1937 – 1939

1937: – In der Kutsche sitzen Josef Vogt und Max Windhausen. In diesem Jahr stürzt die Tribüne auf dem Marktplatz ein und verletzt 46 Menschen.

1939 spitzen sich die Schwierigkeiten zu: Der Deutsche Schützenbund erlaubt das Schützenfest nur noch, wenn der Heimatverein über eine eigene Schießabteilung verfügt. Das Tragen von Gewehren und Rangabzeichen wird verboten, auf der Kegelbahn von Ulrich Hauss veranstaltet man ab sofort jeden Sonntag ein Schießen. Willi Hehnen ist Schützenkönig des vorerst letzten Schützenfestes. Der Krieg kommt. 1947 stirbt Präsident Heinrich Hausmann, sein Bruder Josef übernimmt das Amt des Präsidenten. 1939 sind Schützenuniformen verboten.

Willi Hehnen ist 1939 der vorerst letzte ASV-König. Das weiß noch niemand, als dieses Foto gemacht wird.

1950

1950: veranstaltet der ASV – gleich nach der Währungsreform – ein erstes Sommerfest und beschließt, im folgenden Jahr das erste Nachkriegs-Schützenfest zu feiern. Josef Hausmann wird das nicht mehr erleben, er stirbt plötzlich an Heiligabend 1950. Heinrich Hausmann, der Sohn, übernimmt das Amt.

1953 – 1955

1953: 315 Schützen und 175 Musiker auf der einen, 3.000 Besucher mehr als im Jahr davor auf der anderen Seite. Das Willicher Schützenfest wird wieder Besuchermagnet.

1954: „Aus Anlass des Schützenfestes wird die Polizeistunde für den Bereich der Gemeinde Willich für den 11., 12. und 13. Juli 1954 gänzlich aufgehoben.“ So sah es aus.

1955: Im Jahre 1955 erlebten tausende von Besuchern bei strahlendem Sonneschein wunderschöne Paraden. ASV Schützenkönig Heinrich Hausmann war von dem erstmalig satt findenden Blumenkorso begeistert. 35 Blumenhörner marschierten vor der Parade auf den Marktplatz. Da damals noch nicht an Kunststoffblumen zu denken war, machten sich alle Schützenzüge große Sorgen um ihre Blumen. Die Hitze war so groß, dass die Schiefbahner Feuerwehr nachmittags das Zelt abspritzte, um etwas Kühlung zu bringen. „Ein glanzvolles 70. Schützen- und Heimatfest. Herrliche Paraden und Umzüge – Blumenkorso – Festbankette“. So schrieb die Willicher Volkszeitung in ihrer Nachbetrachtung am 16. Juli 1955. Weiter hieß es: „Heiß waren die Tage und schwül die Nächte sagten sich die Schützen und die vielen tausend Besucher an den Schützenfesttagen. Aber dennoch wickelte sich in diesem Jahr ein Schützen- und Heimatfest ab, wie wir es nur selten innerhalb der 70 Jährigen Schützenfestgeschichte erlebten. Schon in den frühen Morgenstunden des Sonntags wehten von den Häuserfronten und von den hohen Türmen der Pfarrkirche und der Brauerei die Fahnen. Die „Vorkommandos“, die alljährlich von der Brauerei gestellt wurden, legten letzte Hand an und überall sah man ob des schönen Festwetters frohe Menschen in festlicher Stimmung. Schützenkönig Peter Schuffeln und sein Gefolge können sich auf ein wunderbares Fest freuen. Zum Vogelschuss am Sonntag, den 10.07.1955 wurde folgendes festgehalten: „Wenn schon Landrat Lambert Maassen beim Festbankett am Morgen mit Nachdruck betonte, dass allein schon die große Wachparade alles bisher da gewesene weit in den Schatten gestellt habe, so wurde dies aus seiner Ansicht in den Abendstunden voll entledigt, denn was Willich nach dem Königsvogelschuss durch den Brauereibesitzer Heinrich Hausmann erlebte, dürfte wohl nie in der 70jährigen Willicher Schützenfestgeschichte zu verzeichnen gewesen sein. Auch dürfte wohl nie ein Willicher Schützenkönig einen derartigen Triumph erlebt haben.“

1957 – 1959

1957: Auf einer außerordentlichen Generalversammlung wird die Änderung und Streichung der nationalsozialistischen Tendenzen im Regelwerk beschlossen. Die Willicher Schützen werden erfasst, und mit 50 Pfennnigen Beitrag im Monat zur Kasse gebeten. Als Gegenleistung erhalten die Schützen einen Mitgliedsausweis und jeder Schützenzug ein Zugbuch.

1958: Und wieder einmal wird der Regen zum Problem. Die große Parade fällt wegen Unwetters aus, die britischen Soldaten legen erneut Knüppeldämme bis ins Zelt.

1959: Die große Bewährungsprobe für das Jubiläumsfest im darauffolgenden Jahr: Auf Einladung des amtierenden Königs Wilhelm Hauss kamen 19 der 24 noch lebenden ehemaligen Könige des ASV. Irgendwie sehnt man sich ein wenig nach dem Regen des Vorjahres, denn es wird heiß. So heiß, dass Peter Nilges auf die Idee kommt, mit zwei großen Gebläsen Kaltluft zu produzieren und ins Zelt zu blasen. Daraufhin wird Nilges zum „Luftmarschall“ ernannt. Zum ersten und einzigen, übrigens.

1965

1965 Besucherrekorde verzeichnete man beim 80. Schützenfest im Jahre 1965. Ein restlos überfülltes Festzelt gab es am Montagmorgen, so dass sich die auswärtigen Besucher wunderten und erstaunend feststellten: „ Das ist unglaublich, soviel Besuch und Begeisterung am Montag. Geht denn in Willich niemand arbeiten?“ Aber nicht nur die Besucher der Schützfestveranstaltungen hatten ihre helle Freude, auch die Schützenmajestät Hans Heintges mit seiner Frau Ruth freuten sich in diesem Jahr das Königspaar sein zu dürfen. Hans und Ruth Heintges. Königspaar 1965

„Noch schöner, festlicher und attraktiver“ so schrieb die Willicher Volkszeitung am Samstag, 3. Juli 1965 auf ihrer Titelseite zur Vorberichterstattung auf das 80 Willicher Schützenfest. Zum Fest selber wurde u.a. festgehalten: „Wenn heute, Sonntag und Montag unsere Schützen beim 80 Jubelfest- Schützen- und Heimatfest des Allgemeinen Schützenvereins straff marschieren und schneidig paradieren, denn werden vielleicht wieder viele Gäste die Frage stellen, „Wie ist das nur möglich, dass die Willicher zum Schützenfest ein so großes Aufgebot an Schützen stellen und dass sie Jahr um Jahr ein so großartiges Fest zustande bringen?“ Schützenkönig Toni Viemann und seine Gattin Marlies hatten am Sonntag, 11.07.65 ausregiert. Neuer Schützenkönig wurde zu später Stunde der Zugführer des Jägerzuges Schießfreunde Hans Heintges. Die Pflege des heimatlichen Brauchtums war in der alteingesessenen Willicher Familie Heintges Tradition. Die Gattin des Schützenkönigs Hans, Königin Ruth, die über die Willicher Ortsgrenzen hinaus als Goldschmiedin und Kunstgewerblerin bekannt war, bewies seit langem ihre Bindung zum ASV durch die Betreuung des Königssilbers. Auch die Rheinische Post wusste positiv über das 80. Willicher Schützenfest zu berichten. In ihrer Ausgabe vom 12. Juli 1965 schrieb sie als Überschrift: „In Willich ist’s einmalig.“ In ihrer Montagsausgabe stand: „Nachdem bereits beim Königsball am Sonntagmorgen das Doppeltzelt bis auf den letzten Platz gefüllt war, brachte die Gemeinschaftsfeier am Montagmorgen den absoluten Besucherrekord Kein Flecken des Zeltes waren unbesetzt, und viele mussten mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Im Namen des Königs Hans Heintges und aller Schützen hieß Präsident Windhausen alle Besucher von nah und fern herzlichen willkommen. Brausender Beifall gab es die englische Militärkapelle Brennender Beifall gab es für die englische Militärkapelle, deren Kommandant in einer Dankrede sagte: „ Diesen Beifall haben wir noch nirgends in der Bundesrepublik erhalten, und wir sind stolz in Willich mitmachen zum dürfen.“

1975

1975 „90 Jahre Willicher Schützenfest künden über 1.000 Plakate eigenen Stils seit Wochen weit über die kommunalen Grenzen hinaus an. Diese Tradition verpflichtet. Daß es ein echtes Jubelfest wird, dafür hat der ASV-Vorstand die Grundlage geschaffen. Zum erst Male soll die Eröffnung des Festes einen offiziellen Charakter bekommen. Bereits am Freitag wird ein Schützenbaum im Park errichtet werden. Zu diesem Zeremoniell, dem Bürgermeister Dr. Lamers beiwohnt, sind alle Schützen eingeladen“ So in etwa schrieb die Willicher Volkszeitung am 11.Juli 1975. In ihrer Nachbetrachtung am 25. Juli 1975 hieß es:

„Das große Jubiläumsschützenfest ließ wohl keine Wünsche offen. Als 25. Heimatfest nach dem Kriege und im 90. Jahre des Bestehens des ASV wird es als ein Sommerfest in die Annalen des ASV eingehen. Horst I. (Schulze) leitet es mit viel Brillianz ein. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge übergab er das ruhmreiche Königssilber seinem Nachfolger Karl van Bökeln. Königswürde bedeutet Königsbürde, hieß es bei der Inthronisation. Doch nicht nur die Schützen, sondern die ganze Schützenfamilie war es letztlich, die dazu beisteuerte, dass es eine angenehme Last wurde. Wo Karl van Bökel mit seinen Ministern und Königin Luise auf der Bildfläche erschien, waren Sympathiekundgebungen nicht fern. Dies zeigte sich auch bei den Paraden. Es war gar nicht im Sinne des „gestrengen“ Platzmajors Peter van der Velden, dass die Jägerzüge es nicht dabei beließen, an dem König im zackigen Schritt vorbei zu marschieren. Sie riefen dabei „Hipp-Hipp-Hurra“, „Hoch“ oder was ihnen sonst gerade als Ausdruck der Symphatie einfiel.

Erstmalig wurde eine Jury für den Schmuckwettbewerb ins Leben gerufenen. Die  Entwicklung und Beliebtheit des Willicher Schützenwesens wurde in diesem Jahr besonders deutlich. Traten zur Gründung des ASV noch nur 19 „Grünröcke“ an, so waren es im Jahr 1975 schon sechshundert, die zu den Paraden in Reih und Glied standen. Rechnet man die Musikkapellen hinzu, so näherte man sich der Zahl neunhundert. Am Abschlussabend füllte der damalige Schlagerstar Peter Rubin mit über 2000 Besuchern das Festzelt bis zum letzten Platz. Die Musik war auch schon damals mit das wichtigste für das Willicher Schützenfest, auch wenn das sonntägliche Wecken morgens um fünf Uhr schon länger aus Kostengründen entfallen musste.

Trotz vieler Attraktionen wurde das 90. Schützenfest mit einem Minus abgeschlossen. Der Anteil für die Musik machte damals fast fünfzig Prozent der Kosten aus. Heinrich Goldkuhle übernahm das Amt des Geschäftsführers und Hubert Dahler wurde Schatzmeister

1985

1985 Das 100. Jubiläumsschützenfest 1985 wurde ein Fest der Superlative. Die Voraussetzungen wurden durch den Festausschuss in 20 Sondersitzungen geschaffen. Die Presse resümierte am Montag, 15.07.1985: “So eine Super-Schützen-Show haben selbst die schützenfestverwöhnten Willicher noch nicht erlebt. Bis zum Sonntagabend wurden schon rund 50.000 Besucher aus NRW an gelockt! Eröffnungsveranstaltung im Konrad-Adenauer-Park, große Musikshow auf dem Gelände des Sportplatzes mit über 700 Musikern, u.a. aus England und Österreich, Helikopterflüge, Fallschirmspringer und Heißluftballons die Attraktionen nahmen keine Ende. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Willicher Schützenfest über die kommunalen Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Aber nicht nur die Veranstaltungen waren riesig. Am Sonntag wurde das Schützenkönigspaar Franz und Melitta Auling von Peter und Rita van Velden abgelöst. Mit einer Körperlänge von 2,04 Meter überragte die neue Schützenmajestät alle und passte sich dem hohen Niveau der Veranstaltungen an. Das Wetter zeigte sich grundsätzlich freundlich. Doch auch Gewitter in Folge der Schwüle mussten hingenommen werden. „Kaarst Aktuell“ schrieb am 18.Juli 1985 „Der lange Pitter und das Gewitter“. Anlass zu dieser Schlagzeile war ein plötzliches Gewitter, das gerade in dem Moment los brach, als sich das Königshaus samt Hofstaat auf den Weg zum Festzelt machte.

1951 – 1952

Normalisierung, die erste Füllhornparade, der „Luftmarschall“. Eine windige Sache.

Die Fahnenweihe der mittlerweile restaurierten Fahne des ASV im Jahr 1952

1951: Zwei Grenadierzüge und siebzehn Jägerzüge standen 1951 vor dem ersten König des ASV in Reih und Glied: Hans Kuhlen trug als erster ASV-König die neue Präsidentenkette, ein Ersatz für die im Krieg verloren gegangene. Wolkenbruchartige Regenfälle setzen den gesamten Festplatz am Sonntag unter Wasser. Die Soldaten der in Willich stationierten englischen Einheit schaffen Abhilfe und verlegen Knüppeldämme bis ins Zelt.

1952: Die Dinge normalisieren sich. Während des Schützengottesdienstes am Sonntagmorgen wird die neue Fahne des ASV geweiht. Enthüllt wurde sie am Morgen von ASV-Präsident Heinrich Hausmann.